Manchmal täuscht man sich - über sich selbst. Vehement hätte ich vor einem halben Jahr noch bestritten, dass irgendjemand auf dem Handy-Bildschirm Bücher lesen möchte. Jetzt bin ich dieser Irgendjemand. Drei Dinge mussten für diese Verwandlung zusammenkommen: Hero, das Android-Handy, die Tatsache, dass Friedrich Glauser schon 70 Jahre tot ist, und ein Rückflug von Genf ohne die erhoffte NZZ. Ich bin nämlich ein Fan von Glausers Wachtmeister Studer-Krimis - und einen von ihnen hatte ich mir vorsorglich (und dank abgelaufener Rechte auch gratis) aufs Handy geladen. Nur mal so als Test. Und dazu auf dem Hero die App FBReader. Und dann ohne Zeitung im Flugzeug - da liegt es nahe, wo man eh so eng sitzt, auf dem Handymonitor zu lesen. Und siehe da: Es funktioniert - und ich, der Mann der tauendundeins Bücher im Regal, vermisse den Kodex nicht, gefesselt von den Zeilen am Bildschirm.
Und wenn es das schon früher gegeben hätte, hätte ich auch keine Taschenlampe unter der Bettdecke gebraucht, denn das Smartphone bringt das Licht gleich mit.
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Ergänzung: Habe mir zusätzlich die App Aldiko aufgespielt - ist schicker und hat Direktzugang zu einigen Online-Bibliotheken. Links:
- Aldiko-Test bei Androidpit
- mehr zur App >>
- hier gibts deutsche Gratis-E-Books fürs Handy >>
- hier englische Klassiker >>
- mehr zu Glauser >>
PS:
Gut, dass man nicht scrollt, sondern "blättert".

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