Dienstag, 26. Mai 2009

Zwiebeln - vom anderen Ende der Welt ...

Samstag. Sonne. Kaiserwetter - , wie weit darf ich reisen? Reisen für ein paar Zwiebeln für einen bayerischen Wurstsalat? Normalerweise gehe ich zum Rewe für sowas. Doch der hat mir - sozusagen - das Kraut ausgeschüttet; wegen einer schlimmeren Sünde als der, von der ich hier berichte. Doch dazu ein andermal mehr. Jetzt also zu

Aldi.

Das gute Biobrot mitgenommen. Und dann stehe ich am Zwiebelkarton, gaffe auf die Waschanleitung eines Zwiebelnetzes und frage mich: geht's noch? Speisezwiebeln aus Neuseeland? Als ob das eine Spezialität wäre, die nur unterm Ozonloch gedeihen würde. Als ob die hier nicht wachsen würden: Es sind hundsordinäre Zwiebeln!



Es ist zu spät, um es noch woanders zu probieren. Mit schlechtem Gewissen also - und einem Säckchen Eurep-Gap zertifizierter Zwiebeln kehre ich heim. Und frage mich: In welcher Welt leben wir, in der es sich lohnt, Zwiebeln für zwei Euro pro Kilo 20.000 Kilometer zu transportieren? In der ein Zwiebelring in meinem Wurstsalat mehr Kilometer hinter sich hat als mein Auto.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen